100 Jahre Musikverein · 1925-2025

Autor: Anja Weber (Seite 1 von 1)

Die Geschichte von kevin musicus, ina trompete und dem kleinen paul

Ab dem Vorschulalter – Die musikalische Früherziehung

In einem kleinen Dorf, man könnte es Freudenstein, Hohenklingen, Diefenbach, Sternenfels, Knittlingen, Zaisersweiher, Leonbronn oder …. nennen, wohnen Kevin Musicus, Ina Trompete und der kleine Paul. Kevin und Ina sind bereits 5 Jahre alt, der kleine Paul ist erst 4 Jahre alt Das ärgert den kleinen Paul mächtig, denn Kevin und Ina dürfen schon richtige Musik machen – in der Musikalischen Früherziehung des Musikvereins Freudenstein. Sie spielen dort mit Rasseln und Holzblock, mit Trommeln und Glockenspiel. Außerdem wird geklatscht und getanzt. Der kleine Paul nimmt sich fest vor, wenn er groß ist auch mal Musik zu machen, und zwar auf einem ganz groooooßen Instrument!!! Das, welches auch Manuel spielt, den er seit dem letzten Maifest des Musikvereins kennt.

Ab der ersten Grundschulklasse – Blockflötenkinder

Als ein Jahr vorbei ist, wissen Kevin und Ina schon eine ganze Menge über Musik, über Singen Tanzen, Rhythmus und auch schon ein bisschen was über Noten. Kevin freut sich schon auf das Blockflöte spielen. Ina hat aber keine Lust, dieses „blöde Blockflötenspielen“ zu lernen. Der kleine Paul kann das nicht verstehen, denn er freut sich sehr, dass er jetzt endlich auch Musik machen darf. Der kleine Paul ist jetzt nämlich 5 Jahre alt und darf in die Musikalische Früherziehung. Kevin lernt jetzt Blockflöte und erzählt Ina und dem kleinen Paul, dass das ganz toll ist und dass er schon viele Lieder mit der Blockflöte spielen kann. Ina ärgert ich jetzt schon ein bisschen, dass sie das nicht kann. Und der kleine Paul? Der ärgert sich mächtig, dass der Kevin so ein Angeber ist. Aber wenn er selbst mal groß ist, spielt er auf einem ganz grooooßen Instrument. Das, auf dem sein Freund Manuel auf der Jugendweihnachtsfeier des Musikvereins gespielt hat.

Ab der 3. Grundschulklasse – Hauptfachinstrument

Als wieder zwei Jahre vorbei sind, spielt Kevin schön wirklich gut Blockflöte. Das hat auch Tante Beate gesagt, als sie zu Besuch war, und hat Kevin extra 2 Euro für ein Eis gegeben. Ina und der kleine Paul haben von Tante Beate auch 2 Euro bekommen. Obwohl die noch nicht so gut Blockflöte spielen wie Kevin, denn Ina und der kleine Paul lernen das erst seit einem Jahr. Deshalb darf auch nur Kevin schon ein „richtiges“ Instrument lernen. Ina dürfte eigentlich auch schon ein richtiges Instrument lernen, denn Ina kommt mit Kevin zusammen in die dritte Klasse. Aber Ina will lieber noch ein Jahr Blockflöte spielen.

Mit seinen Eltern und natürlich auch mit Ina und dem kleinen Paul geht Kevin zu den Instrumentenvorstellabenden des Musikvereins Freudenstein. Hier darf er alle Instrumente, von der Querflöte bis zur Tuba ausprobieren. Vorgestellt und erklärt werden die Instrumente von Herrn Falk. Der kann auf allen Instrumenten spielen – das will Kevin auch mal können. Außerdem erzählt Herr Falk noch viel von Unterrichtsorganisation, Unterrichtskosten und Instrumentenbeschaffung. Aber das interessiert Kevin nicht so sehr. Kevin möchte Horn lernen. Auf diesem Instrument hat er schon einen richtigen Ton rausbekommen und Marie, die ihm gezeigt hat, wie er in das Horn reinblasen muss, hat gesagt, das wäre gar nicht so einfach. Kevin ist mächtig stolz! Kevins Freund Jan Sportsmann hat keinen so schönen Ton auf dem Horn rausbekommen. Er hat ja auch nicht Blockflötenspielen gelernt, denkt sich Kevin. Dafür war Jan schon ganz gut auf der Klarinette. Britta hat gemeint, Jan hätte einen „Klarinettenansatz“. Kevin weiß nicht genau, was das ist, aber er freut ich, dass Jan jetzt auch Musik machen wird.

Der kleine Paul ist ganz aufgeregt. Er hat nämlich seinen Freund Manuel gesehen und der hat ihm gesagt, wie das große Instrument heißt, das Paul lernen will „TUBA“. Als Paul das seiner Mutter erzählt, lacht die und meint, da wäre das Instrument ja größer als das Kind. Paul ärgert sich, denn immerhin ist er gar nicht mehr so klein.

Ein Jahr später spielen Kevin, Jan und die anderen Kinder, die mit ihnen angefangen haben, ein Instrument zu spielen, schon im Anfängerorchester. Das macht viel Spaß, auch wenn Kevin am Anfang Angst hatte, die anderen würden ihn auslachen, wenn er Fehler macht. Das machen die nicht, denn erstens müssen alle noch viel lernen und zweitens ist ja auch Herr Falk da, der schon aufpasst.

Kevin ist jetzt zwar schon eine „alter“ Musiker, aber trotzdem geht er mit Ina und dem kleinen Paul ein Jahr später zur diesjährigen Instrumentenvorstellung des Musikvereins. Ina weiß noch nicht genau, was sie spielen will, aber irgendwas wird sie spielen, und wenn es nur ist, damit Kevin nicht mehr so angeben kann, wenn er von halben und ganzen Noten, dem hohen C oder dem Stimmzug erzählt. Der kleine Paul weiß ganz genau, was er spielen will: TUBA. Manuel hat den kleinen Paul auf dem Maifest auch schon mal in die Tuba reinblasen lassen. Das war toll! Pauls Mutter ist entsetzt. So ein kleines Kind und so ein großes Instrument! Da hat der kleine Paul seiner Mama aber bewiesen, was für tolle Töne er schon auf der Tuba spielen kann! Und Pauls Vater? Der überlegt schon, wie er am besten einen Leiterwagen bastelt, mit dem Paul seine Tuba transportieren kann.

Viele Jahre später

Kevin Musicus, Ina Trompete und der kleine Paul, der inzwischen gar nicht mehr klein ist, machen immer noch Musik beim Musikverein Freudenstein. Sie haben viel geübt und alle angebotenen Kurse mitgemacht, so dass sie zwischenzeitlich selbst Unterricht beim Musikverein geben können. Kevin kann inzwischen nicht nur Horn, sondern auch Posaune spielen. Ina hat zuerst Klarinette gelernt und ist dann auf Fagott umgestiegen. Und Paul? Der spielt immer noch Tuba. Sogar seinen Wehrdienst hat er als Tubist einer Bundeswehrkapelle abgeleistet. Und auf dem letzten Maifest hat er die kleine Lea kennengelernt. Sie hat ihm erzählt, dass sie, wenn sie mal groß ist, das allergrößte Instrument spielen wird, das es beim Musikverein gibt ….

Zeichnung: Silvia Hätscher, Text: Anja Weber, Erstellt: 2003 anläßlich des MVF-Jugendfestivals zur Einweihung des „Alten Rathauses“ in Diefenbach.

1975 – 50 Jahre MVF – das Aktivenorchester

Erste Reihe von links:
Gudrun Falkner / B-Klarinette
Evi Wyrich (verh. Rotzek) / B-Klarinette
Jürgen Müller / B-Klarinette, später Es-Altsaxophon und Baritonsaxophon
Dieter Krauß / Tenorsaxophon
Matthias Haas / Tenorsaxophon
Karl Müller / Es-Horn, Ehrenvorsitzender,
Wilfried Mohl / Bürgermeister Freudenstein
Herbert Müller / Tenorhorn, 1 .Vorsitzender
Fritz Scheffel / große Trommel
Klaus Brodbeck / kleine Trommel
Hansjörg Roller / Flügelhorn

Zweite und dritte Reihe von links:
Adolf Hauf / Es-Klarinette
Heini Krauß / B-Klarinette
Rainer Pruy / B-Klarinette
Rainer Falk / Trompete
Lothar Walter / B-Klarinette
Klaus Müller / Trompete
Lydia Tkaucic / Trompete
Manred Hill / Flügelhorn
Hans-Peter Fazler / Trompete
Anton Schwarz / Flügelhorn
Werner Feilke / Posaune
Wilhelm Frick / Tenorhorn
Roland Bautz / Tenorhorn
Ewald Freisinger / Flügelhorn, später Fagott und Baritonsaxophon

Hintere Reihe von links:
Rudolf Eberlein / Posaune
Helumut Krauß / Tenorhorn
Wolfgang Hölzle / Posaune
Rüdiger Vogel / Posaune
Emil Haug / Tuba
Horst Steinhilper / Tenorhorn
Hans Haberkern / Tuba
Rainer Gerst/ Trompete