
Mit einem ausverkauften Haus, begeistertem Publikum und einem musikalischen Programm voller Kontraste setzten wir zum Jahreswechsel 2025/26 einen glanzvollen Schlusspunkt unter unser 100-jähriges Jubiläumsjahr. Unter dem Motto „Beschwingt und spritzig ins 101. Vereinsjahr“ erlebten rund 340 Besucherinnen und Besucher in der Weissachtalhalle ein Silvesterkonzert, das noch lange in Erinnerung bleiben sollte.

In seiner Begrüßung blickte der Vorsitzende Dr. Christoph Gutjahr auf ein ereignisreiches Jubiläumsjahr zurück, das von zahlreichen Höhepunkten geprägt war.
Besonders hob er die kontinuierliche Weiterbildung der aktiven Musikerinnen und Musiker, die umfangreiche Jugendarbeit mit rund 170 Jugendlichen sowie die enge Zusammenarbeit mit den Grundschulen der Region hervor. Sein Dank galt allen, die diese erfolgreiche Vereinsarbeit möglich machen – den Aktiven, den Dirigenten Oliver Bickel und seinem Vorgänger Bruno Gießer sowie nicht zuletzt dem treuen Publikum, ohne das ein solches Jubiläum nicht denkbar wäre.

Ganz bewusst verzichteten wir an diesem Abend auf ein gedrucktes Programm. Stattdessen führte Hornist Rainer Falk als Moderator mit Charme, Witz und vielen kleinen Anekdoten durch ein „musikalisches Menü in sieben Gängen“.
Er spannte dabei den Bogen zwischen Rückblick und Ausblick, zwischen stillen Momenten und großen Emotionen – genau so, wie man es von einem Silvesterabend erwartet.
Den Auftakt bildete die Ouvertüre zu Orpheus in der Unterwelt von Jacques Offenbach, mit der das Orchester das Publikum sofort in festliche Stimmung versetzte. Besonders eindrucksvoll folgte Don Quixote von Jean-Pierre Haeck: ein klangfarbenreiches Werk, das die Abenteuer des Ritters von der traurigen Gestalt und seines Knappen Sancho Panza musikalisch lebendig werden ließ. Dieses Stück hatte für den Verein eine besondere Bedeutung, denn mit ihm erreichte das Große Blasorchester beim Wertungsspiel des Deutschen Musikfestes in Ulm 92 Punkte – einer der größten Erfolge im Jubiläumsjahr 2025.




Mit der Matrosen-Polka von Johann Strauß Sohn und einem Ausflug in die fantasievolle Welt von Mary Poppins schlug das Programm anschließend eine heitere Brücke zwischen Tradition und Moderne. Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Sopranistin Melanie Schneider, die als Stargast des Konzerts mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und großer Bühnenpräsenz begeisterte. In Melodien aus Im weißen Rössl entführte sie das Publikum an den Wolfgangsee, bevor sie mit dem berühmten Schwips-Lied aus Eine Nacht in Venedig für ausgelassene Heiterkeit sorgte – so überzeugend, dass selbst im Orchester das Schmunzeln kaum zu unterdrücken war.

Wie vielfältig Musik wirken kann, zeigte sich auch in den Reaktionen des Publikums: Während der achtjährige Xander aus Freudenstein besonders von den „kämpfenden Schwertern“ in Don Quixote fasziniert war, lobten erfahrene Konzertbesucher aus nah und fern das abwechslungsreiche und anspruchsvolle Programm. Auch Bürgermeisterin Antonia Walch zeigte sich beeindruckt von dem gelungenen Abend.

Traditionell endete das Silvesterkonzert mit dem Radetzky-Marsch von Johann Strauß Vater. Unter der Leitung von Dirigent Oliver Bickel klatschte das Publikum begeistert im Takt mit und verabschiedete das Jubiläumsjahr 2025 mit stehenden Ovationen – ein würdiger, fröhlicher und gemeinschaftlicher Ausklang eines besonderen Vereinsjahres.